{"id":5345,"date":"2026-02-15T14:38:50","date_gmt":"2026-02-15T13:38:50","guid":{"rendered":"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/?page_id=5345"},"modified":"2026-02-17T09:53:52","modified_gmt":"2026-02-17T08:53:52","slug":"24a-akt-der-preis-der-offensichtlichen-erfolglosigkeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/?page_id=5345","title":{"rendered":"24a. Akt: Der Preis der \u201eoffensichtlichen Erfolglosigkeit\u201c"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"427\" height=\"640\" src=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Knock-out-1.png\" alt=\"Der Preis der \u201eoffensichtlichen Erfolglosigkeit\u201c\" class=\"wp-image-5391\" style=\"width:450px\" srcset=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Knock-out-1.png 427w, https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Knock-out-1-200x300.png 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 427px) 100vw, 427px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Hoffnung: Der Gerichtshof befasst sich mit der Beschwerde<\/h3>\n\n\n\n<p>Als mich im Januar 2026 die Mitteilung vom Bayerischen Verfassungsgerichtshof erreichte, <a href=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2026-01-14-Antwort-BayVerfGH-auf-meine-Stellungnahme_redacted_20260118_075903.pdf\" data-type=\"attachment\" data-id=\"4968\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">das Verfahren wird fortgesetzt<\/a>, war das \u2013 nach Jahren fachgerichtlicher Abweisungen \u2013 ein Moment, der so etwas wie Hoffnung ausl\u00f6ste. Klar, keine Euphorie, aber zumindest die Aussicht auf eine inhaltliche Pr\u00fcfung jenseits der bisherigen Argumentationsmuster &#8211; nur zu welchem Preis &#8230;?<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Hoffnung hielt leider nur bis zum n\u00e4chsten Schreiben aus M\u00fcnchen vom 05.02.2026 &#8211; Wirkung: voll auf die &#8222;12&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<p>Der BayVerfGH teilt mir nun selbst mit &#8211; <a href=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2025-12-16-Antwort-BayVerfGH_redacted_20260110_131608.pdf\" data-type=\"attachment\" data-id=\"4866\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">also nicht nur der Referent<\/a> &#8211; , dass ich einen Kostenvorschuss in H\u00f6he von 1.000 \u20ac leisten soll, wenn ich das Verfahren fortf\u00fchren m\u00f6chte, da, Zitat:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Es ist angemessen, dem Beschwerdef\u00fchrer nach Art. 27 Abs. 1 S\u00e4tze 2 und 3 VfGHG einen Kostenvorschuss aufzuerlegen, weil die Verfassungsbeschwerde offensichtlich erfolglos erscheint.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/2026-02-05-BayVerfGH-Kostenvorschuss_redacted_20260215_145512.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:300px\" aria-label=\"Einbettung von 2026 02 05 - BayVerfGH Kostenvorschuss_redacted_20260215_145512.\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-10f92a1b-218f-4fe6-9cfb-a0d6e90ee73b\" href=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/2026-02-05-BayVerfGH-Kostenvorschuss_redacted_20260215_145512.pdf\">2026 02 05 &#8211; BayVerfGH Kostenvorschuss_redacted_20260215_145512<\/a><a href=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/2026-02-05-BayVerfGH-Kostenvorschuss_redacted_20260215_145512.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-10f92a1b-218f-4fe6-9cfb-a0d6e90ee73b\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>Das bedeutet \u00fcbersetzt: Das Gericht hat die Beschwerde vorgepr\u00fcft \u2013 und h\u00e4lt sie bereits jetzt f\u00fcr aussichtslos. Wer sie dennoch weiterverfolgen will, muss zahlen. Allerdings steigt die Hoffnung einer erfolgreichen Entscheidung damit keinen Millimeter.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"448\" height=\"299\" src=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Ticketverkauf-BayVerfGH-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5429\" srcset=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Ticketverkauf-BayVerfGH-1.png 448w, https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Ticketverkauf-BayVerfGH-1-300x200.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Rechtlich ist das vorgesehen, tats\u00e4chlich ist es aber ein deutliches Signal. Es ist das Signal, dass nicht eine vertiefte Auseinandersetzung bevorsteht, sondern eine formelhafte Zur\u00fcckweisung mit vorheriger Kostenh\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage lautet nun nicht mehr: \u201eWird meine Beschwerde gepr\u00fcft?\u201c, sondern: \u201eIst mir ein voraussichtlich bereits vorentschiedenes Ergebnis 1.000 \u20ac wert?\u201c Die Antwort k\u00f6nnt ihr euch denken &#8230;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie der Verfassungsgerichtshof pr\u00fcft \u2013 und warum das selten gen\u00fcgt<\/h3>\n\n\n\n<p>Trotz allem gef\u00fchlten Unrechts habe ich mal &#8211; zusammen mit KI &#8211; versucht zu verstehen wie der Gerichtshof tickt und was passieren muss, damit eine Verfassungsbeschwerde zur Entscheidung angenommen wird. KI erkl\u00e4rt das u.a. so: <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Verfassungsgericht ist keine Superrevisionsinstanz. Es pr\u00fcft nicht, ob ein Fachgericht \u201erichtig\u201c entschieden hat, oder ob ein Richter einfach eine Aussage eines Beteiligten ungepr\u00fcft \u00fcbernimmt oder diese pr\u00fcft. Gerichte d\u00fcrfen das immer selbst entscheiden, was sie f\u00fcr wahr halten und was nicht &#8211; leider. Der GH pr\u00fcft lediglich, ob spezifische Verfassungsrechte verletzt wurden, also ob Gerichte sich deutlich au\u00dferhalb eines weit gesteckten Rahmens bewegten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet konkret: Nicht jede fehlerhafte oder zweifelhafte Beweisw\u00fcrdigung &#8211; oder Nichtw\u00fcrdigung &#8211; ist verfassungswidrig. Nicht jede aus meiner Sicht unplausible Schlussfolgerung \u00fcberschreitet bereits die Schwelle zur Willk\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"448\" height=\"299\" src=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/praktisch-nicht-erreichbar.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5409\" srcset=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/praktisch-nicht-erreichbar.png 448w, https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/praktisch-nicht-erreichbar-300x200.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Ma\u00dfstab ist also hoch. Sehr hoch.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Entscheidung ist nur dann verfassungswidrig, wenn sie objektiv unhaltbar, denkgesetzwidrig oder schlechterdings nicht mehr nachvollziehbar ist. Solange eine fachgerichtliche W\u00fcrdigung wenigstens vertretbar erscheint \u2013 selbst wenn sie streitbar oder einseitig wirkt \u2013 greift das Verfassungsgericht regelm\u00e4\u00dfig nicht ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt:<br>Das Gericht pr\u00fcft keine umfassende Tatsachenw\u00fcrdigung, sondern nur, ob entscheidungserheblicher Vortrag vollst\u00e4ndig zur Kenntnis genommen und in Erw\u00e4gung gezogen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das erkl\u00e4rt, warum viele Verfassungsbeschwerden bereits im Vorfeld als \u201eoffensichtlich erfolglos\u201c eingestuft werden. Der Pr\u00fcfungsrahmen ist eng. Der Eingriffsschwellenwert ist hoch. Und fachgerichtliche Wertungen genie\u00dfen einen erheblichen Spielraum.<\/p>\n\n\n\n<p>In meinem Fall k\u00f6nnte das meiner Meinung nach z. B. bedeuten: der Vermieter kann aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung behaupten was er will, was die Gerichte ihm davon abnehmen, entscheiden sie selbst &#8211; mag es auch noch so widerspr\u00fcchlich, unrichtig oder erfunden sein. Und weil das so ist bzw. auch so sein darf, greifen die Verfassungsberichte nicht ein. Alles andere liegt au\u00dferhalb meiner Vorstellungskraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor diesem Hintergrund musste ich n\u00fcchtern abw\u00e4gen, ob die 1.000 \u20ac tats\u00e4chlich eine realistische Chance auf eine substanzielle Neubewertung er\u00f6ffnet h\u00e4tten \u2013 oder lediglich eine formale Best\u00e4tigung der bisherigen Linie. <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Entscheidung: Keine Zahlung \u2013 aber keine Aufgabe<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch wenn mit dem Kostenbeschluss und mit dem <a href=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/2026-01-28-LG-Hinweisbeschluss-522-ZPO-Berufung-soll-zurueck-gewiesen-werden_redacted_20260208_092532.pdf\" data-type=\"attachment\" data-id=\"5206\">Hinweisbeschluss<\/a> die Luft f\u00fcr mich schon ziemlich d\u00fcnn geworden ist, werde ich versuchen, die Verfahren soweit es eben rechtlich geht, am Leben zu erhalten, denn ich bin trotz allem nach wie vor davon \u00fcberzeugt, dass hier gro\u00dfes &#8211; verfassungsrechtlich relevantes &#8211; Unrecht gesprochen wurde, wenn der Vermieter bspw. heute dies und morgen das behaupten darf und AG und LG sich dann aussuchen, was ihm am besten passt. <\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel: Einmal erkl\u00e4rte er im <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#fcb900\" class=\"has-inline-color\">Juni 2023<\/mark><\/strong> bei seiner Beschuldigtenvernehmung gegen\u00fcber der Polizei, Zitat: <em>\u201eIm Laufe des Jahres <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#fcb900\" class=\"has-inline-color\">2019 begannen Ge-spr\u00e4che<\/mark><\/strong> mit meinen Vorgesetzten bzw. dem Personalamt der Bundeswehr bez\u00fcglich einer dienstlichen Personalmassnahme (Ver-setzung).&#8220;<\/em>. Sein Anwalt tr\u00e4gt aber 2021 vor, Zitat: <em>&#8222;Soweit sich der Beklagte hier auf ein Telefongespr\u00e4ch in der 5. oder 6. KW des Jahres <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#fcb900\" class=\"has-inline-color\">2020<\/mark><\/strong> bezieht, ist dem grunds\u00e4tzlich entgegenzuhalten, dass vom Kl\u00e4ger zu keinem Zeit-punkt Zusi-cherungen erkl\u00e4rt wurden. Im \u00dcbrigen war zum damaligen Zeitpunkt die <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#fcb900\" class=\"has-inline-color\">Personalma\u00dfnahme<\/mark><\/strong> mit der Versetzung des Kl\u00e4gers &#8230; <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#fcb900\" class=\"has-inline-color\"><strong>weder absehbar noch angek\u00fcndigt<\/strong><\/mark>.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diesen offensichtlichen Widerspruch, auf den ich auch mehrfach hingewiesen habe, greifen die Gerichte nicht auf, geschweige denn, dass sie ihn aus der Welt schaffen wollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe mich also vern\u00fcnftigerweise entschieden, den Kostenvorschuss nicht zu zahlen. Nicht, weil ich meine Argumente f\u00fcr widerlegt halte, sondern weil die Wahrscheinlichkeit nahe 100% liegt, f\u00fcr diesen Betrag lediglich eine knappe, formelhafte Zur\u00fcckweisung zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fokus verlagert sich nun erst mal wieder auf das laufende fachgerichtliche Verfahren (<a href=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/\" data-type=\"page\" data-id=\"5024\">Berufung LG<\/a>) \u2013 insbesondere auf die Frage, ob die entscheidungserheblichen Tatsachen dort vollst\u00e4ndig und widerspruchsfrei gew\u00fcrdigt wurden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Ich habe die letzten Tage arg mit mir gerungen, ob ich diesen Beschluss bereits jetzt ver\u00f6ffentlichen soll. R\u00fcckschl\u00e4ge bin ich zwar gewohnt, aber gerade solche praktisch endg\u00fcltigen Entscheidungen sind leicht geeignet, von der Gegenseite als Best\u00e4tigung der eigenen Position interpretiert zu werden. Dennoch, ich habe mich f\u00fcr gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Transparenz entschieden, und wer diesen Anspruch erhebt, kann nicht nur die hoffnungsvollen oder weniger schmerzlichen Momente ver\u00f6ffentlichen, die Niederschl\u00e4ge geh\u00f6ren nun mal mit dazu. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber: Auch wenn es nah ist, ganz ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht &#8230; <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"427\" src=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Zuversicht-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5419\" srcset=\"https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Zuversicht-1.png 640w, https:\/\/mietrecht-eigenbedarfsk\u00fcndigung.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Zuversicht-1-300x200.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hoffnung: 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